ironie


Dass es dir schlecht geht erzählst du mir und ich starre während dessen an die Wand. Du hältst mir einen Vortrag darüber, dass es so nicht weiter geht. Dass ich es dir wehtut, sagst das selbe wie immer. Ich nicke abwesend obwohl du es nicht registrieren würdest, du redest weiter, machst mir klar was ich falsch gemacht habe, lässt mich nicht zu Wort kommen. Dabei will ich auch gar nicht reden, kein Ton würde über meine Lippen kommen. Du holst Luft, setzt zum nächsten Angriff an, mittlerweile habe ich verstanden, dass du nicht mehr kannst. Eine Reihe von Vorwürfen folgt und dann wird es still, Tränen rinnen mir über die Wangen, mein Gehirn versucht einen anständigen Satz zusammen zu bauen während du langsam weiter sprichst. Du wiederholst dich. Ich mag solche Gespräche nicht, solche in denen ich sachlich bleibe und du doch jedes Wort falsch verstehst, in denen es keinen Unterschied macht ob ich dich anschreie oder normal mit dir rede, weil du am Ende sowieso gereizt bist. Du bist gereizt und ich weine, jedes mal und dann sind wir immer noch keinen Schritt weiter. "Es sind nur Kleinigkeiten" flüstere ich, "andauernd" ich schweige. Dann sagst du, das wäre dir bewusst, dass du es ja nicht ändern könntest wenn ich dich provoziere und ich meine Fehler eh nie einsehen könnte. Ich widerspreche dir nicht und statt einer Antwort sprechen die Tränen für mich. Weil es nichts mehr zu sagen gibt, jedes weitere Wort nur erneut eine Lawine von Vorwürfen und Beschuldigen auslösen würde und sowieso alles kompliziert genug ist. 

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