space is just a word made up by someone who's afraid to get close

Wir Frauen sind eigentlich gar nicht so kompliziert wie man (oder Mann) immer behauptet. Im Grund wollen wir nichts anderes als unsere männlichen Mitstreiter. Wir haben dieselben Bedürfnisse, ähnliche Wünsche und jeder der etwas anderes behauptet lügt, punkt. Wir Frauen bringen es nur anders rüber und genau hier scheiden sich die Geister. Das ist der Punkt an dem Probleme entstehen. 

Während Männer dafür bekannt sich, sich ohne große Worte das zu nehmen, wonach ihnen ist, reden Frauen meist um den heißen Brei rum und machen sich generell viel zu viele Gedanken. Achja? Diese Ansicht scheint sowas wie ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, so fest in den Köpfen der Menschen verankert, dass jede Ausnahme schon fast befremdlich wirkt. Was hindert eine Frau daran den netten Typen aus dem Club einfach nach seiner Nummer zu fragen, wenn er ihr gefällt? Wieso ist es so verwerflich, wenn Frau die Initiative ergreift, anstatt darauf zu warten, dass der seit Stunden anhaltende, verstohlene Blickkontakt und das 1356846. Lächeln endlich zu einer Unterhaltung werden, oder eben auch nicht? Vielleicht fühlen die Herren der Schöpfung sich ihrer Männlichkeit beraubt, wenn sie nicht all ihren Mut zusammenkratzen und sich mit einem unfassbar schlechten Spruch auf den Lippen neben uns an die Bar lehnen können, aber im 21. Jahrhundert bricht man sich doch keinen Zacken aus der Krone, mal nicht das stärkere Geschlecht raushängen zu lassen. 

Dann ist es kein Wunder, dass Flirten selbst heutzutage noch auf diesen Klischees basiert. Wir Frauen trauen uns nämlich gar nicht unsere Comfort-Zone des angesprochen-werdens zu verlassen, da dies ja gesellschaftlich verpönt zu sein scheint. Also riskieren wir lieber regelmäßige Kiefer Krämpfe und zeitweilige Enttäuschungen, weil der nette Kerl, aus welchen Gründen auch immer, dann doch nicht zu uns rüber gekommen ist.
Natürlich werden wir gern angesprochen und es fühlt sich auch unglaublich gut an, Aufmerksamkeit geschenkt zu bekommen, so ist das ja nicht. Es geht mehr darum, wer denn eigentlich diese Regel aufgestellt hat, dass der Mann den ersten Schritt macht. Was sprich dagegen, auch als Frau aktives Interesse zu zeigen und sich nicht immer nur die Beine in den Bauch zu stehen, in der Hoffnung, nach einem Date gefragt zu werden.

Wo wir beim nächsten Problem wären, Dates.
Genau das selbe Spiel, auch hier sollte Mann die Oberhand behalten und Frau darf bloß nicht zu euphorisch wirken. Mir scheint es, als gäbe es bei den lieben Männern hier nur schwarz/weiß Denken. Casual S
ex oder die große Liebe und vor letzterem haben sie so unglaubliche Angst, dass sie es hinter jedem Lächeln, jedem Kompliment und in jeder Nachricht, selbst zwölf Tage nach dem ersten Treffen, befürchten. Ich kann es mir nicht erklären, diese plötzlich aufkommende Panik, das Abblocken und sich zurückziehen, obwohl das Treffen doch eigentlich ganz locker lief und genau deshalb muss es endlich ausgesprochen werden : Nein, wir wollen euch nicht sofort heiraten und wenn wir weiterhin nett zu euch sind tun wir das zwar, weil wir nicht abgeneigt sind, aber von Plänen für die nächsten 37 Jahre sind wir noch mindestens genauso weit entfernt wie der Flughafen Berlin-Brandenburg von seiner Fertigstellung. Wir wollen auch keine regelmäßigen Einladungen zum Essen oder sämtliche Treffen der nächsten Wochen fest in unseren Terminkalender eintragen, eigentlich wollen wir euch höchstens mitteilen, dass das Treffen, der Drink, der Kuss, die Nacht - uns gefallen haben. Dass ihr uns gefallen habt und, dass da Potential besteht. Dass daraus eine schöne Zeit werden könnte, was Gutes, etwas das wir auf uns zukommen lassen, genauso wie ihr. Mehr nicht.

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